krampfadern

Krampfadern entfernen:
5 Methoden

Was sind Krampfadern?

Krampfadern (Varizen) sind erweiterte Venen im Unterhautfettgewebe, bei denen es in unterschiedlichem Ausmaß zu einer Störung der Venenklappenfunktion gekommen ist. Grundsätzlich haben Venen die Aufgabe, verbrauchtes, sauerstoffarmes Blut zu sammeln und zurück zum Herzen zu befördern. Dies geschieht durch die Muskelbewegung in den Beinen (Muskelpumpe) und durch die Venenklappen, die dafür sorgen, dass das Blut in den Venen nur in eine Richtung zum Herz gepumpt wird. Bei Krampfadern ist diese Klappenfunktion gestört; ihnen fehlt knapp unter die Haut der Muskeldruck, darum versackt im Stehen das Blut nach unten. Zusammen mit einer angeborenen Bindegewebsschwäche schließen die Venenklappen nicht mehr (vollständig) und es kommt zu den für viele Patienten unangenehmen Stauungssymptomen.

Ausmaß und Auswirkung dieser Störung ist bei jedem Patienten anders und wird dem Patienten nach einer eingehenden Untersuchung erläutert.

Während die Stammvarikose die Erkrankung der großen und wichtigen Stammvenen bezeichnet, steht die Seitenastvarikose für die erweiterten Seitenäste der Stammvenen. In der Regel werden nur die Stammvenen schonend operiert, die verbleibenden kleineren Varizen jedoch verödet.

Da Krampfadern auch durch eine erbliche Veranlagung befördert werden und die Verödung diese natürlich nicht beeinflussen kann und darf, können bei einigen Patienten Krampfadern nach einiger Zeit wieder auftauchen.

Das wichtigste Ziel bei der Venenbehandlung ist die Beseitigung einer Blutstauung in den Venen und die damit verbundene Wiederbelebung der Blutzirkulation. Eine gute Blutzirkulation ermöglicht schmerzfreie Mobilität und ist damit ein wichtiger Faktor für ein gutes Gesamtbefinden.

Wie werden Krampfadern entfernt?

Wir beraten Sie gerne zu den folgenden Verfahren an unseren Standorten in Wiesbaden und Rüsselsheim. Ambulante Eingriffe führen wir überwiegend in Wiesbaden durch. In der Tagesklinik in Mainz besteht neben ambulanten Eingriffen auch die Möglichkeit zur stationären Operation mit einer Übernachtung.

Endovenöse Lasertherapie

Die endovenöse Lasertherapie ist ein etabliertes, modernes und minimal-invasives Verfahren, das zur Behandlung von Krampfadererkrankungen hervorragend geeignet ist. In vielen Fällen kann hierdurch eine Stripping-Operation ersetzt bzw. vermieden werden. Bei diesem Verfahren wird ohne Schnitte ein Laserkatheter in die erkrankte Vene eingeführt und die Vene dann mit einem 1470 nm-Laser verschlossen.

Leider übernehmen nicht alle gesetzlichen Krankenkassen die Therapie. Sprechen Sie uns daher einfach an, ob dieses Verfahren mit ihrer Krankenkasse möglich ist. Private Krankenversicherer tragen die Kosten in der Regel problemlos. Sollten Sie gesetzlich versichert sein und möchten die Kosten selbst übernehmen, müssen Sie je nach Befund und zu behandelnden Venen mit Kosten ab 1400 EUR rechnen. Hier finden Sie mehr zur Lasertherapie.

Endovenöse Radiowellentherapie

Die endovenöse Radiowellentherapie ist ebenfalls ein etabliertes, modernes und minimal-invasives Verfahren, das zur Entfernung von Krampfadern hervorragend geeignet ist. In vielen Fällen kann wie bei der Lasertherapie hierdurch eine Stripping-Operation ersetzt bzw. vermieden werden. Bei diesem Verfahren wird ohne Schnitte ein Radiowellenkatheter in die erkrankte Vene eingeführt und die Vene dann mit dem Radiowellenkatheter verschlossen. Das System zur Radiowellentherapie nennt sich Closure Fast.

Leider übernehmen nicht alle gesetzlichen Krankenkassen die Kosten der Therapie. Sprechen Sie uns daher einfach an, ob dieses Verfahren mit ihrer Krankenkasse möglich ist, wir haben mit mehr als 80 gesetzlichen Kassen Verträge. Private Krankenversicherer tragen die Kosten in der Regel problemlos. Sollten Sie gesetzlich versichert sein und möchten die Kosten selbst übernehmen, müssen Sie je nach Befund und zu behandelnden Venen mit Kosten ab 1400 EUR rechnen. Hier finden Sie mehr zur Radiowellentherapie.

Klassische Operation

Seit vielen Jahrzehnten wird das von uns auch angewandte Venen-Stripping-Verfahren erfolgreich bei der Operation von Stammvenenvarizen durchgeführt, d.h. es ist ein bekanntes und sehr erprobtes Operationsverfahren.

Hierbei wird über einen Hautschnitt in der Leiste die Stammvene freigelegt und danach durch Auffädelung entfernt. Weiter unten am Bein wird über einen weiteren Schnitt die Vene fixiert und danach herausgezogen.

Dies muss sehr vorsichtig erfolgen, damit nur die insuffiziente Vene entfernt wird und keine begleitenden Strukturen, so dass nur ein möglichst kleiner Wundkanal entsteht.

Venaseal – Venenkleber

Das VenaSeal Closure System ist ein besonders schonendes Verfahren zur Behandlung von inneren Krampfadern, bei dem die Vene von innen verklebt wird. Es basiert auf einem Venenkleber, der seit Jahrzehnten in der Behandlung von Hirnarterien angewandt wird. In vielen Fällen kann mit diesem System eine Stripping-Operation vermieden werden. Im Gegensatz zu anderen Katheterverfahren ist keine örtliche Betäubung entlang der Vene mit mehreren Nadelstichen notwendig und die Rückkehr zum Alltag ist direkt nach der Behandlung möglich.

Das VenaSeal-Verfahren ist besonders schonend für das umgebende Gewebe, da keine Hitze wie bei der Laser- oder Radiowellentherapie zum Einsatz kommt. Die Prozedur an sich ist schmerzlos und benötigt keine Narkose, lediglich eine kleine örtliche Betäubung an der Einstichstelle ist erforderlich. Es bleiben in der Regel keine Narben oder Schwellungen. Direkt nach der VenaSeal-Prozedur können die normalen Alltagstätigkeiten wieder aufgenommen werden, eine Krankschreibung ist nicht erforderlich. Das Tragen von Kompressionsstrümpfen ist anschließend nicht erforderlich, kann aber in manchen Fällen für 3 bis 7 Tage sinnvoll sein. Erfahren Sie hier mehr über Venaseal.

Verödung

Die Krampfadern werden von uns mit feinsten Kanülen punktiert. Durch die Kanülen wird in ganz geringen Mengen ein Verödungsmittel eingespritzt, das sog. „Äthoxysklerol“. Es wird – um Überreaktionen zu vermeiden – mit einer Kochsalzlösung verdünnt (das Salz spüren Sie gelegentlich durch leichtes Brennen).

Die Wirkung des Verödungsmittel beruht auf einem Effekt, den man am besten als „Verkleben“ bezeichnen kann, also eine Aneinanderkleben der Venenwände von innen, so dass die unschönen Bruchstellen, die Besenreiser, nach Therapie und Verheilung außen nicht mehr sichtbar sind.

Durch den mechanischen Druck durch Tupfer, die nach dem Veröden auf die Punktionsstelle gedrückt und mit dem Kompressionsverband eingewickelt werden, wird der Druck auf die verödete Region verstärkt und der Verklebungseffekt weiter verstärkt.

Zur Sicherung des Behandlungsergebnisses sollt der Verband mindestens 24 Stunden getragen werden und erst danach von Ihnen entfernt werden. Im Normalfall können Sie sofort nach der Behandlung Ihren normalen Tätigkeiten wieder nachgehen; besondere Belastungen (Joggen, lang anhaltendes Stehen; Gewichte mit den Beinen stemmen, längeres Tanzen usw.) sollten Sie jedoch vermeiden.