Vor einem Eingriff an den Krampfadern ist es wichtig, sich zu informieren.  Sie finden hier Antworten auf eine ganze Reihe von Fragen, die uns unsere Patienten immer wieder gestellt haben.

Die hier gegebenen Antworten ersetzen kein persönliches Gespräch mit einem Arzt. Es ist ganz wichtig, dass jeder Patient individuell betrachtet wird. Im Einzelfall kann es daher notwendig sein, von diesen allgemeinen Empfehlungen abzuweichen.

Häufige Fragen zu Krampfadern (FAQ)

UND UNSERE ANTWORTEN

Mehr als achtzig Krankenkassen übernehmen die Laser- oder Radiowellentherapie über einen speziellen Vertrag (Micado, Medicalnetworks, IVM plus, Rebeca), den sie über eine Vertragsgesellschaft mit uns abgeschlossen haben. Ob Ihre Krankenkasse dazugehört und einen solchen Vertrag hat, teilen wir Ihnen gerne auf Nachfrage mit.

Krankenkasse Kosten

Weitere Krankenkassen übernehmen diese Therapie auch auf Antrag. Einige Krankenkassen, darunter auch große, übernehmen die Kosten nicht. Sollte Ihre Krankenversicherung die Kosten nicht tragen, haben Sie jedoch die Möglichkeit einen solchen Eingriff als Selbstzahler durchführen zu lassen. Private Krankenversicherungen übernehmen die Kosten in der Regel ohne Probleme.


Das ist eine der häufigsten Fragen überhaupt. Nach der Radiowellentherapie genügt es in der Regel einen Kompressionsstrumpf für eine Woche tagsüber zu tragen. Die kurze Tragedauer der Strümpfe ist einer der Vorteile dieser Methode. Normalerweise wird bei dem Eingriff ein Kompressionsverband angelegt, der bis zur Nachkontrolle am ersten Tag am Bein bleibt. Danach wird zum Strumpf gewechselt.

Strümpfe nach OP

Anders verhält es sich bei der klassischen Stripping-Operation. Hier raten wir in den meisten Fällen zu drei Wochen Kompressionsstrumpf. Manche Patienten tragen den Kompressionsstrumpf auch von selbst etwas länger, weil sie das Gefühl haben, es tue dem Bein gut.

Moderate Bewegung wie beispielsweise kurze Spaziergänge sind am Tag nach dem Eingriff möglich und auch förderlich. Wie lange Sport pausiert werden sollte, hängt von der Art des Eingriffs und der Sportart ab. Generell machen Sie nicht falsch, wenn Sie drei Wochen pausieren. Bei minimalinvasiven Eingriffen wie Radiowelle oder Venenkleber kann weniger belastender Sport wie z. B. Golf unter Umständen auch früher möglich sein. Auf der anderen Seite kann es sinnvoll sein für belastendere Sportarten wie z. B. Kraftsport die Sportpause auch zu verlängern. Generell gilt es, auf den eigenen Körper zu hören und Überlastung bei der Wiederaufnahme von posrtlichen Aktivitäten zu vermeiden.

Sport nach OP

Duschen ist in der Regel bereits am nächsten Tag nach dem Eingriff möglich. Der Kompressionstrumpf kann hierzu kurz ausgezogen werden. Eventuelle Pflaster können beim Duschen belassen werden und sollten nach dem Duschen durch frische Pflaster ersetzt werden. Baden sollte für vier Wochen unterbleiben, das Einweichen der Haut ist für die Wundheilung nicht förderlich, gleichzeitig führt die Wärme zu einer Erweiterung der Venen, was in der Abheilungsphase ungünstig ist.

Baden nach OP

Für Sauna gilt das gleiche wie für das Baden. Wärme ist ungünstig, weil Venen sich erweitern und durch Schwitzen dem Körper gleichzeitig viel Flüssigkeit entzogen wird. Flüssigkeitsmangel und langsamer Blutfluss erhöhen das Risiko für Thrombosen. Mit einem Saunabesuch sollte daher mindestens vier Wochen gewartet werden.

Sauna nach OP

Sie dürfen und Sie sollen nach dem Eingriff wieder laufen. Sie können sich zuhause wie gewohnt bewegen. Auch Spaziergänge, die nicht zu lang sind, sind zu empfehlen, solange der Kompressionsstrumpf getragen wird. Vermeiden Sie alles, was Sie anstrengt oder weh tut. Das Hochlegen des behandelten Beines ist in der ersten Woche sinnvoll. Vermeiden Sie langes Sitzen oder Stehen, Laufen und Liegen sind besser. Schnelleres Laufen wie Walken oder Joggen sollten Sie frühestens nach drei Wochen wieder beginnen, sprechen Sie dies aber immer mit Ihrem Arzt ab.