VenaSeal – Schonende Therapie mit Venenkleber

Das VenaSeal Closure System ist ein besonders schonendes Verfahren zur Behandlung von inneren Krampfadern, bei dem die Vene von innen verklebt wird. Es basiert auf einem Venenkleber, der seit Jahrzehnten in der Behandlung von Hirnarterien angewandt wird. In vielen Fällen kann mit diesem System eine Stripping-Operation vermieden werden. Im Gegensatz zu anderen Katheterverfahren ist keine örtliche Betäubung entlang der Vene mit mehreren Nadelstichen notwendig und die Rückkehr zum Alltag ist direkt nach der Behandlung möglich.


Für wen ist das Verfahren geeignet?

Die sanfte Venenbehandlung mit dem VenaSeal-System ist für viele Patienten mit Krampfadern geeignet, insbesondere bei Erkrankungen der Stammvenen (kleine oder große Rosenvene). Es eignet sich besonders für Patienten, die schnell wieder zu ihrem Alltag zurückkehren möchten und Wert auf eine möglichst schonende Behandlung legen. Denn es ist nur eine kleinere örtliche Betäubung erforderlich ist und nach dem Eingriff muss nicht unbedingt ein Kompressionsstrumpf getragen werden.

Wie funktioniert die Behandlung?

Nach einer kleinen örtlichen Betäubung am unteren Ende der zu behandelnden Vene wird dort unter Ultraschallkontrolle ein VenaSeal-Katheter in die Vene eingeführt und bis zum Anfang der Vene geschoben. Anschließend erfolgt unter Kompression der Vene und schrittweisem Zurückziehen des Katheters die Abgabe eines speziellen medizinischen Klebers in die Vene. Zuletzt erfolgt ein kleiner Pflasterverband an der Einstichstelle und der Kompressionsstrumpf wird angezogen.

Wie erprobt ist das Verfahren?

Das Verfahren wird seit 2011 angewandt und hat in mehreren Studien die Sicherheit und Effektivität der VenaSeal-Methode nachgewiesen. Der verwendete medizinische Kleber wird seit Jahrzehnten bei der Behandlung von Gefäßaussackungen im Bereich des Gehirns angewandt.

Welche Vorteile hat das Verfahren?

Das VenaSeal-Verfahren ist besonders schonend für das umgebende Gewebe, da keine Hitze wie bei der Laser- oder Radiowellentherapie zum Einsatz kommt. Die Prozedur an sich ist schmerzlos und benötigt keine Narkose, lediglich eine kleine örtliche Betäubung an der Einstichstelle ist erforderlich. Es bleiben in der Regel keine Narben oder Schwellungen. Direkt nach der VenaSeal-Prozedur können die normalen Alltagstätigkeiten wieder aufgenommen werden, eine Krankschreibung ist nicht erforderlich. Das Tragen von Kompressionsstrümpfen ist anschließend nicht erforderlich, kann aber in manchen Fällen für 3 bis 7 Tage sinnvoll sein.

Welche Nachteile hat das Verfahren?

Nebenwirkungen sind gering und selten. Am häufigsten kann es zu einer Phlebitis (Venenentzündung) kommen, diese tritt häufiger auf als bei der Radiowellen-Methode. Die Phlebitis kann bei allen Venenbehandlungen auftreten und tritt typischerweise innerhalb von 30 Tagen nach der Behandlung auf. Über Vorteile und Risiken des Verfahrens werden sie ausführlich in einem persönlichen Aufklärungsgespräch informiert.

Trägt meine Versicherung die Kosten?

Die Kostenübernahme durch die privaten Versicherungen variiert wie bei allen Verfahren stark. Bitte erkundigen Sie sich bei Ihrer Krankenversicherung. Die gesetzlichen Krankenkassen übernehmen die Kosten des Verfahrens in der Regel nicht.